Abenteuer in der Mark

•Mai 12, 2011 • Hinterlasse einen Kommentar

Es ist schon etwas länger her, seit ich das letzte Mal mit meiner Kamera ausgezogen bin, um mich und die Welt mit neuen spektakulären Aufnahmen zu beglücken. Weil aber Gutes Zeit braucht, nahm es etwas mehr davon in Anspruch die letzten Bilder aufzubereiten und eine kleine Auswahl davon zu veröffentlichen.

Auch dieses Mal hatte ich, wie auch schon beim letzten Mal, freundliche personelle Unterstützung dabei, die mir bei unserer Expedition in die brandenburgische Wildnis den Rücken deckte. Der Abenteuergeist führte uns dabei in eine Geisterstadt im Nordwesten der Hauptstadt, die, erbaut vor Unzeiten, nun in ihrer Existenz dahinrottete. Bei unserer Abenteuerreise durch die Mark lernten wir die rauen Seiten der Streubüchse kennen, mussten dabei Wachschützer überwinden, durch feuchte, dunkle Räume in zerfallenden Gebäuden hindurchexpedieren, um anschließend noch gerade rechtzeitig den wohl letzten und auch einzigen, in dieser Region Deutschlands verkehrenden Zug nach Hause zu erwischen…

Alles begann jedoch bei bestem Osterwetter im Herzen der Hauptstadt. Ein junger, ambitionierter Photograph war auf dem S-Bahn-Weg durch die Berliner Mitte in Richtung Spandau unterwegs. Von Zeit zu Zeit hob er seine wahrscheinlich brandneue Spiegelreflex mit dem Megazoomobjektiv vors Gesicht, um die, vor dem Fenster vorbeirauschenden Sehenswürdigkeiten einzufangen.Mit nahezu stoischer Geduld und Ruhe ertrug er das Geschwätz der beiden Beknackten, die sich auf den Sitzen neben ihm über die Eigenarten Berliner Straßenfeste austauschten. Lautstark austauschten.

Direkt ihm gegenüber saß ich. Hinter meinem Fahrrad verschanzt und mit großer Konzentration, aber geringem Erfolg versuchte ich eben jenes Gespräch auszublenden. Mein Ziel am heutigen Tag war das Olympische Dorf nahe der B1 westlich von Falkensee.

Gebaut für die Athlethen der Olympischen Spiele 1936, die im Zeichen des Reichsadlers auf seinem kleinen gezackten schwarzen Stern in Berlin stattfanden, liegt es seit Ende der militärischen Nutzung durch die Sowjets Anfang der neunziger Jahre verlassen zwischen dem kleinen Ort Dallgow-Döberitz und dem noch kleineren Ort Elstal da. Vom S-Bahnhof Spandau, den ich nach einer gefühlten Ewigkeit in Begleitung der zwei (immer lauter gewordenen) Volksfestexperten erreichte, sind es nur etwas mehr als 15km bis zum Eingangstor des Olympischen Dorfes. Geschätzt.

Von Spandau, wo mein Expeditionspartner zu mir stieß, ging es über Nebenstraßen, Mercedeswerkstatthöfe und Hauptverkehrsachsen raus nach Brandenburg. Ich hatte vorsichtshalber Essen mitgenommen… Um das Fahren auf einer Bundesstraße zu vermeiden, das ja schon für Autofahrer gefährlich genug war, wählten wir den Weg durch die Döberitzer Heide. Dass die Wege in diesem Park eher nicht für Fahrradfahrer angelegt worden waren, erkannten wir am tiefen Treibsand, den wir trotz aller Widrigkeiten überwanden. Am Horizont erkannten wir einen Obelisken, der uns über die Heidewälder hinweg beobachtete.

Nach der wenigstündigen Fahrt zum Olympischen Dorf, erreichten wir die Pforten schließlich. Nachdem es über mehrere Jahre hinweg einfach vor sich hin zerfallen ist, wie so viele andere Gebäudekomplexe in Berlin und Umland, hat die DKB Stiftung für gesellschaftliches Engagement seit 2005 die denkmalpflegerische Schirmherrschaft über das Dorf übernommen.

Um nun ins Dorf hinein zu gelangen, mussten wir zunächst dem wegelagernden DKB-Wächter der historischen Stätte ein Opfer darbieten. Erst als wir den Euro freiwillig hergegeben hatten, konnten wir unbehelligt passieren. Mit unserer Spende leisteten wir übrigens einen Beitrag zur Sanierung und damit zur Erhaltung dieser Stätte lebender Sportgeschichte.

SpringbockUnser erstes Ziel war die Turnhalle, deren Parkettboden nach mehr als 80 Jahren immernoch besser aussieht als der Boden unserer Schulturnhalle. Zwar hat das Pferd, wie im Bild vielleicht zu erkennen ist, schon bessere Tage gesehen. Aber wahrscheinlich sehen alle Seitpferde, so der Fachterminus, auf denen der Goldmedaillengewinner Konrad Frey für das Deutsche Reich Gold gewann, so aus.

Dem Deutsche Reich, das nach den Olympischen Spielen mit einer Medaillenausbeute von 89 Medaillen (davon 33G, 26S, 30B) mit deutlichem Vorsprung vor den USA (56 Medaillen) und der drittplatzierten Nation Ungarn (16 Medaillen) lag, passten die Erfolge von Olympia natürlich gut, bewiesen sie doch die eindeutige Überlegenheit der arischen Menschenart über alle anderen. Dumm nur, dass der herausragende Athlet der Spiele nicht so blond war, wie man sich das im Propagandaministerium gewünscht hätte.

Während wir nun anschließend ehrfurchtsvoll an der Aschenbahn (die ja tatsächlich aschefarben war!) entlangschritten, gedachte ich dem ersten Leichtathleten, der bei olympischen Spielen Goldmedaillen in vier Wettbewerben erringen konnte: Jesse Owens (100m, 200m, 4x100m Staffel, Weitsprung).

Sorgfältig im Vorfeld über die Örtlichkeiten im Olympischen Dorf informiert, besichtigten wir auch das Haus der Nationen, in welchem jedes Land seinen sehr eigenen Speisesaal besaß. Bruderland Italien natürlich auch.

Nachdem die Olympischen Spiele vorüber waren und alle Olympioniken abgezogen waren, hatte das Olympische Dorf erst während des Zweiten Weltkriegs wieder Bewohner. Es war zum Lazarett umgerüstet worden, das durch die Wehrmacht und später dann auch durch die Rote Armee genutzt wurde.

Den Russen gefiel es so gut, dass sie dablieben und taten, was sie immer tun, wenn sie Wohnraum brauchen: Sie bauten ein paar formschöne Platten auf, die selbst nach Jahren der Nutzung und des darauf folgenden Leerstandes noch heute den gleichen ranzigen Charme versprühen, der sie schon bei ihrer Errichtung veraltet aussehen ließ.

Während wir auf unserer Expedition immer weiter in die verlassene Stadt eindrangen, ließen wir es uns nicht nehmen auch die (immer gleich aussehenden) Innenräume der (immer gleich aussehenden) Gebäude drumherum zu inspizieren. Leider sah es drinnen in den allermeisten Fällen so aus, wie man es erwartet hätte: Immer gleich.

Zwar war das Olympische Dorf damals das erste, dessen Unterkünfte massiv errichtet wurden, doch die Schäden, die der Krieg angerichtet hatte, machten die Errichtung solcher Bettenburgen notwendig. Nur eine relativ geringe Anzahl der ursprünglichen Unterkünfte am Rande der Siedlung existieren in ihrer ursprünglichen Form.

Unser Weg führte uns langsam zu dem Ort, wo ursprünglich das Empfangshaus gestanden hat. Vorbei an Unterkünften und dann auch Lagerhallen, deren stahlgerippte Dächer nackt unter dem (zum Glück) wolkenlosen Osterhimmel lagen. In einer dieser Hallen begrüßten uns freundlich ein Staubsauger, der auf einer Mauer stand und einige offenbar ver- und wahrscheinlich durchgerostete Gaskanister.

Und ein Stuhl! Der schon wieder einfach so in der Gegend herumstand. Dass das hier nicht die erste Begegnung mit einem solchen Alleingängerstuhl war, die ich gemacht habe, werde ich an anderer Stelle näher ausführen.

Da ich so langsam die Tausend-Wort-Grenze überschreite, möchte ich nur noch eine Entdeckung schildern. Enttäuscht darüber, dass das Empfangshaus uns am Ende unserer Tour nicht verabschiedete, suchten wir dafür einen Ausgleich. Wir erreichten das Hindenburghaus, ein mehr als würdiger Abschluss einer abenteuerlichen Tour.

Natürlich waren alle Fenster vernagelt und abgesperrt. Alle? Nein, ein Fenster, das wir nach nur kurzer Suche entdeckten, ließ sich öffnen und uns ins Innere! Wir machten einen Abstecher in den, im oberen Geschoss gelegenen Theatersaal. Hier wurden während der Spiele tolle Propagandavideos gezeigt oder Theaterstücke zum Besten gegeben. Nach einer kurzen Inspektion des Dachstuhls gings dann wieder raus und nachdem wir das Fenster für nachfolgende Entdecker wieder sachgerecht angelehnt hatten, machten wir uns auf den Weg nach Hause.

Dass wir am Bahnhof gleich einen Zug bekamen, der uns von der Pampa direkt (und ohne Umweg durch die Döberitzer Heide) wieder in bewohnte Landstriche brachte, schmälert für mich nicht die exploratorische Leistung, die mein Expeditionskumpan und ich an diesem Tag vollbrachten!

Wer noch mehr entdecken möchte klickt einfach hier weiter : Weiter

 

 

Neues aus Berlin

•März 30, 2011 • Hinterlasse einen Kommentar

Wenn man auf Google unter dem Suchbegriff „Berlin Foto“ nach Bildern sucht, findet man ungefähr 55.200.000 Bildeinträge. Einige S- und U-Bahnhöfe, mehrere Mauerbilder, viele Fernsehtürme und noch mehr Brandenburger Tore. Weil ich bei der Fernsehturmquote in meinem eigenen Album noch ein bisschen nachbessern musste, war ich letzte Woche bei bestem Wetter unterwegs um die stereotypischen Berliner Touristenattraktionen auf meiner ultraschnellen 8GB Speicherkarte einzusperren.

Dass ich Unterstützung, ohne die ich zweifellos niemals die gleichen Bilder hätte machen können, dabei hatte, möchte ich selbstverständlich nicht unerwähnt lassen.

Unser Weg führte uns vom Potsdamer Platz, in dessen Nähe sich ungeahnt einfach Hinterhöfe vor uns auftaten, über diverse Straßenzüge in Richtung des schönsten Platzes der Stadt, wo wir das erste Mal unser ganzes, mit Apfelgeschmack versetztes Wasser auf die Treppenstufen des Konzerthauses schütteten. Auf der Suche nach neuem, klarerem Wasser überquerten wir den Spreefluss, der uns an einem Uferzugang genau die Möglichkeit bot, auf die wir gewartet hatten. Ein Schluck sauberen Wassers, der uns später noch große fotographische Taten vollbringen lies. Auf dem Weg danach kopierten wir den Himmel auf ein Holzgeländer, uns auf eine Busscheibe und Berlin auf (m)eine kleine Brille.Dann war der Tag zu Ende und die Bilder gemacht.

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Viel Spaß mit den Bildern, die in den ‘Kleines Berlin’ Ordner im Bilderbuch eingefügt wurden.

 

GRÜNE ZWIEBELN

•März 18, 2011 • Hinterlasse einen Kommentar

http://www.greeenonions.de.vu/

 

Die Artikel haben ein neues Zuhause gefunden und fast fertig eingerichtet. Klar gibts noch die ein oder andere Unstimmigkeit, aber im Großen und Ganzen gefällt es ihnen ganz gut. Sie haben sogar einen neuen Namen dafür erfunden: GREEENONIONS.de.vu

 

http://www.greeenonions.de.vu/

 

 

Tempelhof

•März 18, 2011 • Hinterlasse einen Kommentar

Es gibt schon ein paar Dinge, deren eigentliche Großartigkeit man gerade deshalb übersieht, weil man sich viel zu sehr daran gewöhnt hat, dass sie da sind. Dazu gehört z.B. unser ehemals funktionierenden Nahverkehr, den wir seit zwei Jahren wieder richtig zu schätzen lernen und dazu gehören auch unsere Stadtflughäfen im Allgemeinen und der Flughafen Berlin-Tempelhof im Speziellen.

Eröffnet im Jahr 1923 als Flughafen Tempelhofer Feld für den aufkommenden europäischen Linienflugverkehr, war er der erste Flughafen im Deutschen Reich. Die weltweit erste regelmäßige Nachtflugverbindung Berlin-Königsberg startete von hier. Die neugegründete Deutsche Luft Hansa AG machte ihn zu seinem Heimatflughafen. Das Flughafengebäude gehörte bis weit in das zwanzigste Jahrhundert hinein zu den flächenmäßig größten Gebäuden der Welt. Nach dem Zweiten Weltkrieg war er zusätzlich noch Air Base der USAF. Hier landeten während der Berlin Airlift die Rosinenbomber im Minutentakt um Berlin mit Lebensnotwendigem zu versorgen. Danach war er offizieller Flughafen West-Berlin.

Seit 2008 ist dieses Wahrzeichen baulicher Ingenieurskunst nun offiziell stillgelegt. Mehrere Mode-, Jugend- und Umwelttechnologiemessen hat es bereits hinter sich. Auch der Reitsport war schon da. 2017 kommt die IGA.

Und vor zwei Wochen habe auch ich dem Tempelhofer Feld einen Besuch abgestattet.

Es könnten zwar mehr Bilder sein, aber der Tag war windig und mir war kalt.

Viel Spaß mit den Bildern.

 

 

Kleines Berlin

•März 18, 2011 • Hinterlasse einen Kommentar

Ich freue mich immer wieder (gern auch in Anwesenheit von Nichtberlinern) darüber, dass ich in einer Stadt wie Berlin lebe. Es ist immer etwas los, es gibt immer etwas zu entdecken und natürlich nicht zuletzt gibt es auch immer etwas zu fotographieren.

Zwar habe ich auch noch einige Fotoprojekte auf meiner Liste, die dann, sobald sie verwirklicht worden sind, natürlich ihre eigene Fotogallerie bekommen werden, doch manchmal marschiere ich auch einfach ziel- und beschäftigungslos durch Berlin. Alles was mir dabei vor meine Sony springt, kommt hier herein. In der Regel springen allerdings die allermeisten Motive nicht durch die Gegend.

 

 

DU Hier?

•März 9, 2011 • Hinterlasse einen Kommentar

DU hier? Leider zu spät.

Dieses Blog ist leider an seinem Ende angelangt. Keiner der Artikel wollte mehr hierbleiben. Stattdessen sind sie umgezogen in ein neues Zuhause, dessen Adresse aber noch unter Verschluss gehalten wird, weil es noch eine halbe Baustelle ist.Wenn wir mehr erfahren, sagen wir natürlich bescheid.

Bis dahin.

Der Mexikanische Wunderbaum

•März 6, 2011 • Hinterlasse einen Kommentar

Aus aktuellem Anlass möchte ich heute eine neue Rubrik einrichten. Ich nenne sie: „‘Gefährliche Pflanzen’-Kunde“.

Da ich vor einiger Zeit mit Mutti und Oma bei der weltgrößten Landwirtschaftsausstellung war, um die Zeit, die ich durch das Nichtbesuchen meiner Vorlesungen gewonnen hatte, sinnvoll zu investieren, konnte ich am Ende des Tages eine neues zwiebelförmiges Gewächs auf unserer Fensterbank begrüßen. Zwar war mein Interesse daran zunächst begrenzt, doch dass ich mich nicht eingehender mit dem befasst hatte, was mir bevorstehen sollte, bereue ich heute sehr.

Bei der spektakulär unspektakulär aussehenden grauen Knolle, die sich fast zwei Monate auf unserem Fensterbrett sonnte, handelte es sich um einen sogenannten mexikanischen Wunderbaum, der auch Aronstab genannt wird. Woher der Name kommt, wird fast unmittelbar deutlich, wenn man sich den Herkunftsort betrachtet. Es ist der Orient…

Der Aronstab, der auch Eidechsenwurz heißt, blüht ohne Wasser und braucht auch keine Erde. In ca. 4-8 Wochen entwickelt sich eine kelchförmige Blüte mit einem einzigartigen Duft.

Wie in nebenstehendem Foto zu sehen, gehört Arum Cornutum einer besonderen Pflanzengattung an, die sich vor Feinden durch ihren hohen Oxalatgehalt schützen kann. Dieses ist giftig und bei Berühren der Pflanze können auf der Haut starke Ausschläge entstehen. Es kann zu Übelkeit und akutem Unwohlsein kommen. Soviel zu den Nebenwirkungen.

Die oben angekündigte kelchförmige Blüte hat sich gestern entwickelt. Der abartig unfassbar unmenschliche Gestank einzigartige Duft hat sich heute morgen entfaltet. Das Odor steht in seiner Intensität den Gerüchen aus einem normalen Berliner Fußgängertunnel oder wahlweise Bahnhofstoilleten um nichts nach. Mit ihrem schlimmen  olfaktorischen Mix aus Klo und toten Tieren lockt die Pflanze Insekten an.

Bei Menschen, sagt man, gelingt ihr das nicht so gut. Der Grund, dass das Bild keine coole Makroaufnahme geworden ist, findet sich im puren Selbstschutz.

Ich finde, nicht jede Pflanze auf dieser Erde sollte eine Daseinsberechtigung haben. Mexikanische Wunderbäume gehören mit Sicherheit dazu!

Gebrauchter fahrbarer Untersatz zu verkaufen!

•Januar 3, 2011 • Kommentare deaktiviert

Nicht nur Etwas für Liebhaber und Sammler ist dieser Peugeot 504 Baujahr ’73. Er gehörte zur Zeit seiner Herstellung zum Zeitgemäßesten in Sachen motorisierter Fortbewegung und weiß auch heute noch durch sein antikes Äußeres und den rustikalen Innenraumkomfort zu begeistern. Als bester Teil französischer Autobaukultur überzeugt er durch innovatives Design, stromlinienförmig befestige Innenspiegel und volltransparente Sichtscheiben.

Sparsamkeit im Verbrauch und Fahrspaß gehörten zumindest während seiner ersten Lebensjahre zu den Markenzeichen dieses Retrostylevehikels.

Einzig das Signalhorn hat durch häufigen Gebrauch im dichten Verkehr Teherans etwas Schaden genommen und kann etwas seiner früheren Leistungskraft verloren haben.

Wer Interesse an diesem wunderbaren Stück Automobilgeschichte und einen etwa sechsstelligen Dollarbetrag in der Portokasse hat, der sollte einmal folgende Website besuchen Ahmadinedschad Car’s. Der Erlös für Dr.Ahmadinedschads altes Auto geht außerdem noch für einen guten Zweck drauf. Nicht das vollkommen zivile iranische Atomprogramm wird damit finanziert, wie man mutmaßen könnte, nein, das Geld fließt einer Organisation zu, die den sozialen Wohnungsbau in der scheinbar nicht zu sozialen islamischen Republik vorantreiben soll.

An dieser Stelle wollte ich eigentlich noch einen Witz einbauen, der irgendwie was von wegen ‘Aber Vorsicht vor der Achse des Bösen’ oder so beinhaltet, aber ich will die A(u)ktion ja nicht ins Lächerliche ziehen. Also, bietet mit, ersteigert ein Auto und gebt Geld für den guten Zweck. 3…2…1…meins.

On Tour

•September 20, 2010 • Hinterlasse einen Kommentar

Das neue Bild der Woche ist etwas anders als seine zwei Vorgänger. Tatsächlich habe ich es geschafft Menschen auf das Bild zu bringen. Vielen Dank dabei an alle Beteiligten. Entstanden ist das Bild, wie so viele andere auch, aus einer mehr oder weniger guten Idee. Nach einem Marsch von gefühlten zehn Kilometern in der zunehmenden Kälte des beginnenden Berliner Herbstes, war ich froh über die freundliche Wärme des U-Bahnhofs Alexanderplatz und beschloss diesen in einem Bild zu würdigen. Ich nenne es auch in Ermangelung eines besseren Einfalls: „Gesunde Ernährung“.

Gesunde Ernährung

Gesunde Ernährung

Erwähnenswert und erinnerungswürdig bleibt der Abend bzw. die Nacht auch dadurch, dass ich einem minderjährigen Mitbiertrinker eine kostenlose Lehrstunde zum Thema Bierflaschen mit alternativen Öffnungstechniken entkorken geben durfte. Ich hoffe er hat etwas mitgenommen aus dieser Lektion, die ich persönlich äußerst gelungen fand.

Der frühe Vogel kann mich mal!

•Februar 6, 2010 • Hinterlasse einen Kommentar

Als ein Relikt aus der (vor)industriellen Zeit lastet dieses Phänomen noch immer schwer auf unserer heutigen Gesellschaftsstruktur. Es entstammt einer Ära, in der man sich durch diesen fast selbstgeißelungsartigen Akt einen evolutionären Vorteil im Kampf um sein täglich Brot versprach. Die Rede ist vom Frühaufstehen!

Als vollkommen veraltetes Prinzip hat es sich doch bis in die heutige Zeit gerettet. Obwohl weithin bekannt ist, dass die menschliche Leistungsfähigkeit, bei abrupter Schlafunterbrechung, wie sie entweder durch Piepen, laute Musik o.Ä. herbeigeführt wird, nicht mehr gewährleistet werden kann und somit alle Arbeit die der Mensch im halbschlafartigen Zustand des, den ganzen Tag andauernden Vorsichdämmerns, nur mit suboptimalen Ergebnissen beenden kann, überlebte diese sinnbefreite und schädigende Maßnahme zur Beendigung des Schlafzustandes.

Um den frühen Frühaufstehern ihr frühes Aufstehen in einer Weise schmackhaft zu machen, wurde Ihnen, durch in Sprichwörtern verankerten Lügen, glaubhaft gemacht, dass sie beim erfolgreichen Frühaufstehen ein Edelmetall in ihrer Mundhöhle vorfinden würden, was natürlich eher seltener der Fall war. Auch den gefallenen Erzengel sollten sie durch Frühsaufstehen bezwingen können.

Ich sage: Alles Blödsinn. Tod dem frühen Vogel!

(Ja, ich wurde heute früh geweckt, nein, ich weiß nicht warum, ja, deshalb bin ich grad schlecht drauf, nein, Gold habe ich auch nicht gefunden, ja, mir ist bewusst, dass das Sprichwort auf die lateinische Morgenröte anspielt, die Gold in Mund und Haar trägt. Ach und ja, ich ziehe um sieben Uhr morgens an einem Wochenendstag den schlafenden Zustand dem wachen vor!)

 
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